KI im Unternehmen: 5 Regeln für den sicheren Einsatz

Generative KI ist im Büroalltag angekommen – oft schneller, als Richtlinien und Schulungen hinterherkommen. Damit Ihr Unternehmen die Vorteile nutzt, ohne Daten oder Vertrauen zu riskieren, helfen fünf einfache Regeln.

Die 5 Regeln für den sicheren KI-Einsatz: keine personenbezogenen Daten in öffentliche KI-Dienste, Ergebnisse prüfen, Regeln schriftlich festhalten, Mitarbeitende schulen, klein anfangen

1. Keine personenbezogenen Daten in öffentliche KI-Dienste

Namen, Kundennummern, Gesundheits- oder Personaldaten gehören nicht in frei verfügbare Chatbots. Nutzen Sie Business-Versionen mit Auftragsverarbeitungsvertrag oder anonymisieren Sie Inhalte vorher.

Wichtig: Die Business-Version allein reicht nicht. Bei US-Anbietern gilt der US CLOUD Act: US-Behörden können den Anbieter verpflichten, Daten herauszugeben – auch wenn sie in einem Rechenzentrum in der EU gespeichert sind. Zusätzlich erlaubt Section 702 des FISA den Zugriff auf Daten von Nicht-US-Personen zur Auslandsaufklärung. Solche Anordnungen sind oft mit einer Schweigepflicht verbunden, sodass das betroffene Unternehmen in der Regel nichts davon erfährt. Daran ändern auch ein Auftragsverarbeitungsvertrag und das EU-US Data Privacy Framework nichts.

Für vertrauliche Kunden- und Geschäftsdaten sind deshalb europäische Anbieter ohne US-Mutterkonzern oder selbst betriebene KI-Modelle die sicherere Wahl. Wo das nicht möglich ist, sollten Daten vor der Eingabe konsequent anonymisiert werden.

2. Ergebnisse immer prüfen

KI formuliert überzeugend – auch wenn sie sich irrt. Zahlen, Rechtsfragen und Zitate gehören vor der Verwendung in die Hand eines Menschen. Die Verantwortung bleibt beim Unternehmen.

3. Klare Regeln schriftlich festhalten

Eine kurze KI-Richtlinie legt fest, welche Werkzeuge erlaubt sind, welche Daten tabu sind und wer Ansprechpartner ist. Das schafft Sicherheit für Mitarbeitende und Geschäftsführung.

4. Mitarbeitende schulen

Die EU-KI-Verordnung verlangt, dass Beschäftigte, die KI einsetzen, über ausreichende KI-Kompetenz verfügen. Praxisnahe Schulungen zeigen, wie man gute Ergebnisse erzielt und Risiken erkennt.

5. Klein anfangen, dann automatisieren

Starten Sie mit einem klar umrissenen Anwendungsfall – etwa dem Zusammenfassen von E-Mails oder dem Auslesen von Rechnungen. Wenn der Nutzen messbar ist, lohnt sich die Automatisierung ganzer Abläufe.

Sie möchten KI in Ihrem Team sicher einführen? In unseren KI-Schulungen erarbeiten wir genau diese Punkte gemeinsam mit Ihren Mitarbeitenden.